„Machet die Tore weit“ ist vielleicht die bekannteste Komposition von Andreas Hammerschmidt. Musiziert wird sie heute allerdings meist in einer Form, die nicht aus der Hand des Komponisten stammt: deutlich gekürzt, mit geänderten Stimmführungen und weniger Text. Carus macht dieses populäre Stück nun auch in seiner stimmigeren Originalform den Chören zugänglich. Unter dem Einfluss von Heinrich Schütz schufen Andreas Hammerschmidt und andere Komponisten im mitteldeutschen Raum geistliche Vokalkompositionen behutsam moderner Prägung. Durch ihre oft leichte Aufführbarkeit und eingängige Musik erfreuten sie sich im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jh. einer grossen Verbreitung. Auch heute noch eröffnet die von liedhaften Melodien geprägte Musik einen einfachen Zugang zu den Kompositionen des 17. Jahrhunderts.Die bekannte bearbeitete Fassung bleibt weiter erhältlich (Carus 1.007).
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