Dieses schöne Weihnachtslied stammt aus der französischen Region Provence, wo es unter dem Titel „Un Flambeau, Jeanette, Isabelle“ (Bring eine Fackel, Jeannette, Isabella) bekannt ist. Es stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert und wurde möglicherweise von Nicholas Saboly (1614–1675) verfasst. Wie viele Weihnachtslieder erzählt auch dieses eine Geschichte. Die bekannteste Fassung ist die Übersetzung von Edward Cuthbert Nunn (1868–1914), die wie folgt beginnt: Bringt eine Fackel, Jeannette, Isabella! Bringt eine Fackel zur Wiege, lauft! Es ist Jesus, liebe Dorfbewohner; Christus ist geboren und Maria ruft: Ach! Ach! Wie schön ist die Mutter! Ach! Ach! Wie schön ist ihr Sohn! Der Brauch, eine Szene neben der Wiege Jesu nachzuspielen, reicht bis ins Mittelalter zurück. In Südeuropa spielten die Fackeln oder Kerzen von Chanukka – dem jüdischen Lichterfest – eine wichtige Rolle bei den Weihnachtsfeierlichkeiten. Das Weihnachtslied sollte schlicht und mit vorwärtsgerichteter Bewegung, aber ohne Eile gespielt werden. Halten Sie das Tempo bis zu den letzten Takten gleichmäßig und lassen Sie es allmählich ausklingen. William Ryden