Das Konzert für Fagott in B-Dur, KV 191, ist das früheste erhaltene Bläserkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Es scheint nicht sehr abenteuerlich und konventionell zu sein, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Mozart versuchte, ein virtuoses Konzert für ein Instrument zu schreiben, das nach modernen Maßstäben noch lange nicht leistungsfähig war. Innerhalb dieser Grenzen hat Mozart ein Werk geschrieben, das die Möglichkeiten des Instruments (und des Interpreten) voll ausschöpft. Die Kombination aus Lyrik und Brillanz ist bereits offensichtlich, wobei die Beweglichkeit des Fagotts ebenso hervorsticht wie seine stimmlichen Qualitäten. Die Tonart B eignet sich besonders gut für das Fagott, und die Dunkelheit, die durch einen Solisten mit tiefem Register droht, wird durch die Oboen und die ungewöhnlich hohen Hörner ausgeglichen.