„An American Elegy“ ist vor allem ein Ausdruck der Hoffnung. Es wurde zum Gedenken an diejenigen komponiert, die am 20. April 1999 an der Columbine High School ihr Leben verloren haben, und zu Ehren der Überlebenden. Es ist eine Hommage an ihre große Stärke und ihren Mut angesichts einer schrecklichen Tragödie. Ich hoffe, dass das Werk auch als Erinnerung daran dienen kann, wie zerbrechlich und kostbar das Leben ist und wie eng wir alle als Menschen miteinander verbunden sind.
Ich war bewegt und fühlte mich geehrt durch diese Auftragseinladung und zutiefst inspiriert von
den Umständen, die damit verbunden waren. Selten hat sich mir ein Werk mit solch kraftvoller Geschwindigkeit und Klarheit offenbart. Die ersten acht Takte der Hauptmelodie kamen mir vollständig ausgearbeitet in einem Traum in den Sinn. Praktisch jedes Element des Werks entstand innerhalb von etwa zwei Wochen. Den Rest meiner Zeit verbrachte ich damit, das Werk zu verfeinern, weiterzuentwickeln und zu orchestrieren.
Das Werk beginnt im tiefsten Register des Ensembles und steigt allmählich zu einem innigen Schrei der Hoffnung an. Das darauf folgende Hauptthema, das von den Hörnern vorgetragen wird, offenbart eine lyrischere, gelassene Seite des Stücks. Ein zweites Thema, das auf einem einfachen, sich wiederholenden harmonischen Muster basiert, suggeriert eine weitere, noch ergreifendere Stimmung. Diese drei Stimmungen – Hoffnung, Gelassenheit und Traurigkeit – verflechten sich im gesamten Werk und prägen dessen komplexen Ausdruckscharakter. Ein vierstimmiger Kanon steigert sich zu einer kulminierenden Zitierung der Columbine Alma Mater. Die Musik ebbt ab, und ein Trompeter außerhalb der Bühne ist zu hören, der eine himmlische Stimme – eine himmlische Botschaft – andeutet. Das gesamte Ensemble kehrt mit einer abschließenden, erhabenen Darbietung des Hauptthemas zurück.