In dieser Bearbeitung von Debussys „Die versunkene Kathedrale“ habe ich versucht, ein Werk zu schaffen, das sowohl die klangliche Schönheit als auch die Kraft und Erhabenheit eines modernen Blasorchesters zur Geltung bringt. Durchgehend kommen ungewöhnliche Instrumentenkombinationen zum Einsatz, und es wurde großer Wert auf subtile Nuancen in Klangfarbe und Textur gelegt. „THE ENGULFED CATHEDRAL“ (La Cathédrale engloutie) ist Nr. 10 aus Band I von Claude Debussys „PRÉLUDES“; es ist eines seiner bekanntesten und beliebtesten Werke, nicht nur in seiner Originalfassung für Soloklavier, sondern auch in seinen zahlreichen Transkriptionen, von denen die Orchesterfassung von Leopold Stokowski die bemerkenswerteste ist. „DIE VERSUNKENE KATHEDRALE“ schildert eine alte Legende aus der Bretagne: Um die Menschen für ihre Sünden zu bestrafen, wird die Kathedrale von Ys vom Meer verschlungen. Bei jedem Sonnenaufgang beobachten die Stadtbewohner, wie die versunkene Kathedrale aus dem Wasser auftaucht und dann langsam wieder im Ozean versinkt.