Als Puccinis Oper "Turandot" im April 1926 zum ersten Mal aufgeführt wurde, war ihr Komponist bereits seit fast eineinhalb Jahren tot. Die Geschichte der Prinzessin Turandot ist vielleicht die abstoßendste, die ein Opernpublikum regelmäßig zu sehen bekommt. Gleich zu Beginn des dritten Aktes hört man im Palastgarten Herolde, die Turandots Dekret "Nessun Dorma" (Keiner darf schlafen) verkünden; der Name des Prinzen muss bei Todesstrafe entdeckt werden. Der Prinz greift die Worte in einer Arie auf: Er ist sich des Sieges sicher.