1883 gastierte die Sängerin Johanna Richter im Hoftheater in Cassel, Deutschland, wo Gustav Mahler Dirigent war. Infolge dieses Engagements ging sie einen festen Vertrag am Theater ein, und Mahler verliebte sich bald in sie. Die Affäre war jedoch nicht von Erfolg gekrönt, und am Ende des Jahres war alles vorbei. Der junge Musiker verarbeitete seine Enttäuschung, indem er einen Zyklus von vier Liedern über unerwiderte Liebe komponierte. Die Lieder sind durchweg düster gehalten und spiegeln Mahlers eigene abgewiesene und depressive Stimmung wider. Nur das zweite Lied hat einen leicht positiven Ton. Die Singstimme in diesem Liederzyklus kann sowohl von einem Mezzosopran als auch von einem Bariton gesungen werden.