Die Motette „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ bereitet der Bach-Forschung seit jeher Kopfzerbrechen. Nichts ist über Anlass und Zeitpunkt der Entstehung bekannt und der Notentext selbst ist nur in widersprüchlichen und teils fehlerhaften Quellen überliefert. Möglicherweise stammt diese Motette bereits aus Bachs Weimarer Zeit. Auf den doppelchörigen ersten Teil der Motette – an dessen Anfang mottohaft im Unisono der Bässe beider Chöre die erste Textzeile deklamiert wird – folgt ein zweiter Teil, in dem der Bibeltext mit einem Choral (hier im Sopran) simultan kombiniert wird, ein beliebtes Stilmittel in thüringischen und sächsischen Motetten während des ganzen 18. Jahrhunderts.
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