«Cringe» ist das Jugendwort 2021 und bedeutet so viel wie komisch, speziell, zum Fremdschämen. Mit «Times» sind die heutige Zeit und die wechselnden Taktarten im Stück betitelt.
Die Beliebtheit des Wortes «cringe» lässt vermuten, dass die Jugendlichen viele Dinge komisch, speziell oder zum Fremdschämen finden. Oft werden Erwachsene als «cringy» bezeichnet, wenn sie sich aus Sicht der Jugendlichen peinlich verhalten. Der Begriff wird auch verwendet, um Unbehagen auszudrücken, so zum Beispiel aufgrund von Unverständnis und Überforderung angesichts der aktuellen Themen und die daraus resultierenden Fragen, auf welche die Erwachsenen oft keine Antwort geben können.
Der Komponist verwendete als musikalische Grundlage ein ukrainisches Volkslied. Im ersten Teil des Werkes wird die Hauptmelodie schwungvoll und bestimmt vorgestellt und wandert anschliessend durch die Stimmen.
Durch den Wechsel von Moll auf Dur, vom schnellen 4/4- auf einen ruhigen 3/4-Takt entsteht im Mittelteil eine freundliche und friedvolle Stimmung mit einigen solistischen Einsätzen.
Im Schlussteil kehrt die lebhafte Entschlossenheit zurück und führt zu einem fulminanten Finale.
Die Dirigenten und Dirigentinnen sind aufgefordert dieses Stück, welches für fünfstimmige flexible Besetzung arrangiert ist, für ihre Besetzung zu instrumentieren. Durch geschicktes Verteilen der vorliegenden Transpositionen kann ein individuelles, farbiges Klangbild erzielt werden.