Tambling stellt mit dieser Motette einmal mehr seine erstaunliche kompositorische Vielseitigkeit unter Beweis: Er vermag nicht nur mit wenig Aufwand große Klangwirkungen zu erzielen, sondern findet auch für die leiseren Themen adäquate Klangfarben. Den Text von Britta Freund, ein inniges Gebet um Gottes Nähe und Schutz, vertont Tambling sehr einfühlsam, indem er dem Chor kantable und sanft schwingende Melodielinien in die Stimmbänder schreibt; die Orgel legt spätromantisch bis impressionistisch gefärbte Klangflächen von suggestiver Wirkung darunter. Die Stimmen werden teilweise unisono geführt, so dass das Chorrepertoire mit wenig Probenaufwand um ein anrührendes Stück erweitert werden kann.